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Mai vorbei

Es ist jetzt Mai. Das erkennt man an den zum Monat gehörenden dicken Käfern, die unsere ganze Umgebung bevölkern.                                                                                                                                             

Juliane kommentierte das in ihrem Facebookstatus so: ,,Mexikanisches Insektenspray funktioniert so: willst du den Käfer töten, musst du mit ihm sterben‘‘ und nimmt darauf Bezug, dass wir uns letzten Sonntagabend gefühlt fast mit Insektenspray vergiftet hätten. Was hier an toxischen Stoffen auf den Markt gelangen darf, ist eben kein Vergleich zu unseren deutschen Vorschriften. Was soll man denn aber auch erwarten, wenn der Nagellackentferner ,,Acetona‘‘ heißt… (für alle Männer, in Deutschland steht auf jedem solcher Fläschchen, das es Aceton gerade eben nicht enthält.) Ich hatte aber auch noch nie einen, der mir so schnell den Lack von den Nägeln entfernt hat (und wahrscheinlich auch keinen, der so krebserregend ist).

Bis jetzt leben wir aber auch noch, (Zitat meiner Ärztin, als ich meinen Verdacht auf erneuten Parasitenbefalls meines Magens äußerte: ,,Ja, du bist ja hier auch in Mexiko!‘&lsquo und das alle jetzt nur noch weniger als 100 hier.

Das sind keine drei Monate mehr in denen wir den Streit um die Milch auf die letzten Eskalationsstufen mehr bringen können. Dieser Konflikt nimmt, nachdem die Köchinnen beschlossen die letzte, noch nicht im April abgelaufene Milch, vor uns zu verstecken, so langsam ungeahnte Ausmaße an. (Ja, die Bakterien in meinem Bauch hätten wirklich gerne noch ein paar neue Freunde)

Aber auch in Anbetracht dessen, kann ich mir die Zeit ohne meine Mädels, die Kinder, ohne die Ferienlagerstimmung bei uns in der WG, das Gefühl, die Ausländerin zu sein- was dies auch alles bedeutet-,  meine Freiheit und die Sonne  nicht mehr vorstellen.

Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich ohne das vielleicht erst mal unglücklich, aber ganz sicher werde ich wieder dick.

Was glaubt ihr, wie ich mich auf Mamas Essen freue… und dass von Oma, von meinen Tanten, von einem meiner Lieblingsrestaurants, wenn ich den Kühlschrank und die Kühltruhe der Familie Schmid plündere, vom Schmidbeck, vom Amore im Dorf, wenn Papa kocht, sprich Döner vom Regenbogen holt von oder Dr. Oetker schon mal was vorbereitet hat. Jeder Quatsch schmeckt besser, als das, was in unserer Küche gemacht wird. Lustig wird’s, wenn ich den Kinder dieses Essen, oder mehr Lebensmittel in diesem Zustand, reindrücken soll obwohl ich mir selbst sowas nicht mal antun würde.

Gut, so schlimm ist es nicht. Ich kann’s einfach nur nicht mehr sehen. Vor allem nicht, seitdem ich mit Carmen im Urlaub natürlich immer nur tolle Sachen mampfen war. Ich hab mich mit Frijoles (Bohnen) angefreundet, wir treffen uns ab und zu zum Essen, wenn’s sein muss auch zum Frühstück, aber alle diese frijoles und den arroz dazu könnten mir für etwas Maultaschen mit Kartoffelsalat so gestohlen bleiben. Da hätten nicht nur meine Bakterien Spaß dran.

Spaß hatten wir an Sarahs Geburtstag, zumindest haben wir uns Mühe gegeben. Der nächste ist dann meiner, mal sehen wie das wird.

Außerdem ist Mai, da wir jetzt endlich Mangos im Haus haben.

Ich berichte dann wieder im Juni.

3.6.10 00:12

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